Instyle
Es ist wieder soweit: Der Handel präsentiert das neue Frühjahr/ Sommer Angebot, die Schaufenster vermitteln Frühlingsgefühle, erste Promotions und Modenschauen sind gelaufen. Das dazugehörige Wetter? Schneegestöber, Frost bis Minus 10 Grad.
Im Herbst eigentlich das gleiche Bild: Bei bis zu 30 Grad im Schatten lockt dicke Winterware. Die Klimabedingungen haben sich geändert, über eine Verlegung der bis vor kurzem noch offiziellen Schlussverkaufstermine auf Ende Februar bzw. Ende August dachte zumindest laut auf Seiten der Verbände niemand nach.
Was waren das noch für Zeiten, als der Handel Mitte März/September nach Düsseldorf fuhr, um für die laufende Saison nachzukaufen. Die abgelaufene Saison war vergessen, erste gute Kassen erleichterten den Nachkauf. Erst 14 Tage danach begann man, sich den neuen Kollektionen zu widmen. Psychologisch eigentlich der richtige Ablauf, die Abschriften der Saison, für die es galt, neu einzukaufen, waren vergessen.
Als dann einer der größten deutschen Konfektionäre eine neue frühe Messe ins Leben rief, folgte ihm die Branche zunächst zögerlich, dann aber komplett: Die CPD war geboren, andere Termine verschwanden. Heute immer noch wichtigste Großmesse, wird sie in diesem Jahr bereits am 24. Juli ihre Pforten öffnen.
Unsere Abläufe sind Branchenfremden von der Logik her schwer zu vermitteln. Wir beklagen in der Breite immer schwerer werdende Zeiten, ohne laut über logische Änderungen nachzudenken.
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